Cover Image

6. Sonntag der Osterzeit A // Das Bild der Geburt

Obwohl es im Glauben um das Leben geht, wird oft dem Sterben und dem Tod mehr Bedeutung beigemessen als dem Geborenwerden. Das ist so einseitig wie die klassische Attributierung des Menschen mit „alle Menschen sind sterblich“. Denn dass wir sterben, wissen wir nur von Außen – die Erfahrung, geboren worden zu sein, teilen wir alle. Weiterlesen

Cover Image

5. Sonntag der Osterzeit A // Zur 1. Lesung

Witwe zu sein, bedeutet im Alten Orient eine prekäre Existenz, vor allem, wenn eine Witwe keinen Sohn hat: Weil Witwen ihre Ehemänner nicht beerben können, müssen sie in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren oder eine weitere Ehe eingehen. Weiterlesen

Cover Image

3. Sonntag der Osterzeit A // zur ersten Lesung

Gekappte Melodien

Die Schriften des Zweiten Testaments sind nicht denkbar ohne das Erste Testament: Sie greifen dessen Motive aus, zitieren es häufig, am häufigsten das Buch der Psalmen, und weisen damit ihre eigenen Inhalte als wahr aus. Denn als wahr gilt ihren Verfasserinnen und Verfassern, was schriftgemäß ist – und als „Schrift“ kennen sie ja ausschließlich die Hebräische Bibel bzw. deren Übersetzung ins Griechische, die Septuaginta. Weiterlesen

Cover Image

4. Fastensonntag A // zur ersten Lesung

Die Frauen um David

Die erste Lesung ist eine märchenhafte Erzählung, eine von mehreren, die von der Erwählung Davids, des Sohnes des Jesse aus Betlehem, zum König von Israel handeln (zusammengekürzt aus 1 Sam 16,1-13). Weiterlesen

Cover Image

3. Fastensonntag A // zum Evangelium

Die Abschnitte aus dem Johannesevangelium sind oft lang. Sie enthalten gewundene Gespräche, die oft schwer verständlich sind – die von der Leseordnung angebotene Kurzfassung des Evangeliums wird darum oft dankbar genutzt. Weiterlesen

Cover Image

1. Fastensonntag A // zur ersten Lesung

Vorannahmen prägen unsere Wahrnehmung. Das Denkmögliche bildet den Horizont unseres Verstehens. Was außerhalb dieses Horizonts liegt, können wir nicht einordnen – das ist letztlich die Grundlage für Traumata, weil das Erlebnisse sind, die außerhalb dessen liegen, was Menschen verarbeiten können.

Der Verstehenshorizont aber ist nicht neutral, er ist geprägt durch die Traditionen, in denen Menschen lernen, sich in der Welt zurecht zu finden. Weiterlesen