
25. Sonntag im Jahreskreis A // Psalmgebet
Deine Wege sind nicht unsere Wege,
aber du siehst die Wege derer, die am meisten Mühe haben.
Du siehst die Sackgassen, die Sperren, die Grenzen:
Du siehst die Wege enden.
Deine Pläne sind nicht unsere Pläne,
aber du siehst unsere Pläne und Sorgen.
Du siehst auch die Gedankenlosigkeit und die Gier,
nach uns die Sintflut...
Wir versuchen, von dir zu sprechen,
von deiner Ruhe, die sich über uns breitet,
und davon, wie mühelos wir uns aufrichten können,
wenn deine Stimme uns ruft.
Aber wie Worte finden für dich, die nicht viel zu groß sind für uns
und dabei doch immer noch so viel zu klein sind für dich?
Wir kennen unsere Wege nicht,
noch weniger wissen wir Wege zur Gerechtigkeit,
Wir leben mit der Vergeblichkeit unsres Bemühens
und hoffen doch, dass wir bestehen.
Vergiss uns nicht, Ewige,
und bleib bei uns, du Himmelweitferne.
So mögen wir Zutrauen finden in den heutigen Tag
und die Hoffnung bewahren in der kommenden Nacht,
denn wo unsere Wege enden, reicht deine Treue doch weiter,
und wo unsere Pläne scheitern, kommt uns dein Tag erst entgegen,
denn dein Glanz füllt unser zerbrechliches Leben
und für jetzt und hier finden wir Frieden.