
20. Sonntag im Jahreskreis A // Psalmgebet
Bevor ich noch beten kann,
siehst du doch schon alles:
Siehst mein Bemühen, mein Gelingen und mein Scheitern
und die Gefühle, die aufsteigen und dann vorüberziehen,
siehst meine Spuren zwischen den vielen, vielen anderen,
siehst uns alle, auch wenn wir doch unbegreiflich viele sind.
Haltlos und geborgen, verlöschend und bewahrt,
wir kleinen Lichter in deiner riesigen Schöpfung.
Wenn du doch schon alles siehst
dann brauche ich ja nur da zu sein
So wie du einfach da bist
und niemand etwas davon hat.
Denn was zu tun ist, das ist um unserer Erde willen
die du unbeirrt im Dasein hältst,
auf der wir unser Leben leben
und unsere Spuren schon bald verblassen.
Du aber richtest mich auf,
denn nichts kann uns trennen
und ich lasse meine Seele bei dir ausruhen
du meine Schöpferin, in der Fülle des Augenblicks
für diesen Moment, in dem mein Herz in deinem Rhythmus schlägt
und du da bist und ich da bin und das genügt.