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11. Sonntag im Jahreskreis A // Psalmgebet

Euch aber habe ich wie auf Geierflügeln hierher zu mir gebracht… (Ex 19,4) 

Getragen auf Geierflügeln hast du uns, Gott:
hast uns aufgefangen und getragen, als wir müde wurden.

Du kreist mühelos über dem kargen Land
und blickst über zerklüftete Berglandschaften hin.

In all der Weite hältst du die Treue
Fraglos und unbeirrt bleibst du uns zugewandt.

Du weist uns die Richtung zur Gerechtigkeit
auf dass wir Wege finden ins Land unserer Hoffnung.

So lässt du uns wohl ziehen
und wachst über unsere Wege

Wie du wachst du an der Grenze von Leben und Sterben,
wenn du dem Leben seinen Lauf lässt, Ewige.

Denn das Vergehen schreckt dich nicht
und du bist größer als das Vergessen.

Du bist, du siehst und du bleibst
du öffnest Horizonte und lässt uns leicht werden

Gerade leicht genug, um mit unseren Narben zu leben
und uns aufs Neue anzuvertrauen.

Mit dir ist nichts zu verdienen,
Mit dir ist kein Staat zu machen:

Wappen und Münzen sind dir egal,
Und du legst keinen Wert auf all die Ehrbezeugungen.

Vielleicht lächelst du leise über unsere bunten Paraden
wie Eltern lächeln über das ernsthafte Spiel ihrer Kinder.

Uns aber bleibt eine Ahnung deiner Weite
Wenn dein Windhauch uns sachte streift

Und unmerklich trägst du uns
hin zum Land deiner Ruhe. Amen.

 

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